Klassifikationssysteme


Inhaltsverzeichnis


Die Software erlaubt es den Nutzern, folgende Arten von Klassifikationssystemen anzulegen:

  • Einheitenklassifikationssysteme
  • Dokumentklassifikationssysteme
  • Medienklassifikationssysteme
  • Emissionsfaktorenklassifikationssysteme

Einheitenklassifikationssysteme

Klassifikationssysteme dienen der strukturübergreifenden Auswertung von Energieliegenschaften. Genauer: Bestehende Strukturen können trotz fester Hierarchie übergreifend ausgewertet oder für den Inhalt von Berichten gefiltert werden.

Beispiel: Ein Handelsunternehmen mit bundesweit verteilten Filialen hat alle Liegenschaften entsprechend Ihrer Verkaufsgebiete angelegt. Das umfasst viele Organisationseinheiten, die wiederum Unter-Organisationseinheiten beinhalten usw. Um nun übergreifend Auswertungen beispielsweise nach  Kostenstellen (Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb)  zu erhalten, kann ein Klassifikationssystem "Kostenstellen" mit den Klassifikationen Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb  angelegt werden. Den einzelnen Untereinheiten "Verwaltung" der Filialen (Energieliegenschaften) wird die jeweilige Kostenstelle "Verwaltung" zugewiesen und auf übergeordneter Organisation kann dann eine Auswertung nur dieser Einheiten erfolgen.

Ein weiteres Beispiel ist die Klassifikation nach Nutzungsart. Hier kann auf Grundlage von Normen eine Differenzierung einzelner Liegenschaften bzw. Gebäudeteilen erfolgen. Das Prinzip ist mit dem oben erwähnten vergleichbar, es weist lediglich andere Unterscheidungskriterien (z.B. Realschule, Verwaltungsgebäude, etc.) auf.

Klassifikationssysteme können auf Ebene einer Organisationseinheit festgelegt werden. Dem Anwender stehen vorangelegt ein paar Standard-Klassifikationssysteme zur Verfügung:

  • Bauwerkszuordnungskatalog (Stand 2009)
  • Nutzungsarten nach VDI 3807 (Nach Beiblatt 2 1998)
  • Bauwerkszuordnungskatalog (2015, s.a. unter "Weiterführende Informationen")
  • Nutzungsarten (2015)

Letztere enthalten Vergleichswerte aus der im April 2015 durch das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) sowie das BMUB (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) veröffentlichten "Bekanntmachung der Regeln für Energieverbrauchswerte und der Vergleichswerte im Nichtwohngebäudebestand".

Dokumentenklassifikationssysteme

Die Klassifikationen aus diesen Systemen können Dokumenten zugewiesen werden, sodass Dokumente jederzeit durch Filterung auf diese selbstdefinierten schnell wiedergefunden werden können.

Medienklassifikationssysteme

Mithilfe von Klassifikationssystemen für Medien lassen sich Medien klassifizieren und nach diesen Klassifikationen in Auswertungen filtern und aufteilen.

Beispiel: Es soll in Auswertungen nach gefährlichen und nicht gefährlichen Abfallstoffen unterschieden werden. Durch ein entsprechendes Klassifikationssystem können Abfallmedien in "Gefährlich" und "Nicht gefährlich" unterteilt werden.

Emissionsfaktorenklassifikationssysteme

Es können Klassifikationssysteme für Emissionsfaktoren angelegt werden. Als Standard wird das GHG-Protokoll als Klassifikationssystem auf der obersten Organisationseinheitenebene ausgeliefert.

Listenansicht

Beim Aufruf der Aufgabe werden alle auf diesem Element vorhandenen Klassifikationssysteme angezeigt. Optional können über den Tab Darstellung auch zusätzlich Klassifikationssysteme von über- oder untergeordneten angezeigt werden. In der Liste kann unterschieden werden, ob es sich um ein Klassifikationssystem für Dokumente oder für Einheiten handelt und wie viele Klassifikationen enthalten sind.

Über das Aktionsmenü können Klassifikationssysteme angezeigt oder gelöscht werden.

klassifikationssysteme_Listenansicht_0001.png

Über den Button "Sichtbarkeit einstellen" kann direkt in die erweiterten Einstellungen der Organisationseinheit gesprungen werden.

Außerdem kann ein neues Klassifikationssystem angelegt werden.

Detailansicht

Beim Anlegen eines neuen Klassifikationssystems ist zuerst die Auswahl zu treffen, ob es sich um ein Klassifikationssystem für Dokumente oder für Einheiten handeln soll. Die Auswahl ist nach dem Speichern nicht mehr veränderbar. Nach dem Speichern ist das Anlegen von Klassifikationen möglich.

klassifikationssysteme_Detailansicht.png

Eine Dokument-Klassifikation kann durch die Eingabe einer Bezeichnung angelegt werden. Diese Klassifikationen sind bewusst einfach gehalten und somit sehr gut wartbar.

Beim Anlegen einer Einheiten-Klassifikation können deutlich mehr Informationen hinterlegt werden.

klassifikationssysteme_Klassifikation Einheit.png

Durch die Vergabe einer "Kennziffer", kann innerhalb eines Klassifikationssystems eine Hierarchie und Zusammengehörigkeit abgebildet werden. Dabei kann alphanumerisch sortiert werden.

Erklärung am standardmäßig vorhandenen Klassifikationssystem "Bauwerkszuordnungskatalog": Die erste Ziffer der Kennziffern ist wie der Aufbau in einem Schriftstück zu verstehen. Alle Nutzungsarten die mit "1" beginnen gehören zusammen (z.B. 11, 12, 1345). Wird in einer Auswertung nun die Nutzungsart mit der Kennziffern "1" gewählt, so beinhaltet dies alle Liegenschaften, die nach dieser Reihe von Kennziffern klassifiziert sind (z.B. 1 wird gewählt, 12, 1345 sind ebenfalls aufgeführt.Beispiel: Ein Bereich einer Universität besitzt vier Gebäude, die alle in eigenen Organisationseinheiten angelegt sind.

  • Nr. 1 ist nach 2100 Hörsaalgebäude
  • Nr. 2 ist nach 2230 Institutsgebäude III
  • Nr. 3 ist nach 2000 Gebäude für wissenschaftliche Lehre
  • Nr. 4 ist nach 1300.1 Verwaltungsgebäude <= 3500m²

klassifiziert. Wird nun auf der Organisationseinheit, welche alle vier Gebäude beinhaltet, das System "2000 Gebäude für wissenschaftliche Lehre" gewählt, so sind Gebäude Nr. 1 bis Nr. 3 in der Auswertung enthalten, Nr. 4 jedoch nicht.

Zusätzlich kann alphabetisch sortiert werden. Alle Klassifikationen mit Kennziffern, welche mit denselben Buchstaben beginnen  (z.B. "a", "ab", "ac"), gehören dabei zusammen.

Beispiel: Ein Bereich einer Universität besitzt vier Gebäude, die in eigenen Organisationseinheiten angelegt sind. Es wird ein benutzerdefiniertes Klassifikationssystem angelegt, da intern verwendete Kürzel repräsentiert sein sollen. Dabei stehe beispielsweise "L" für Gebäude der Lehre und "V" für Verwaltungsgebäude.

  • Nr. 1 erhält die Kennziffer "L-HS"
  • Nr. 2 erhält die Kennziffer "L-IG"
  • Nr. 3 erhält die Kennziffer "L-WL"
  • Nr. 4 erhält die Kennziffer "V-VG"

klassifiziert. Wird nun auf der Organisationseinheit, welche alle vier Gebäude beinhaltet, das System "L" gewählt, so sind Gebäude Nr. 1 bis Nr. 3 in der Auswertung enthalten, Nr. 4 jedoch nicht.

Wird der schweizerische Energieausweis nach SIA genutzt, kann außerdem eine Primärkennzahl hinterlegt werden. Desweiteren können Umrechnungsfaktoren eingetragen werden, anhand derer vorhandene Flächenformate in die (z.B im Energieausweis) benötigte, gängige Nettogrundfläche umgerechnet werden können. Sollen Vergleichswerte für die anzulegende Klassifikation hinterlegt werden, ist dies über einen Button möglich.

klassifikationssysteme_Klassifikation Vergleichswert.png

In dem Popup ist ein Energiebereich sowie Bezugsgröße (Messgröße) zu wählen, auf die sich der Vergleichswert bezieht. Außerdem können anschließend die Vergleichswerte in Form eines Modalwerts/Arithmet. Mittel sowie eines unteren Quartils-Mittel angegeben werden.

Die angegebenen Vergleichswerte können daraufhin in der Auswertung und in Berichten zum Benchmarking verwendet werden.

Weiterführende Informationen

Bauwerkszuordnungskatalog2015_BAnz AT 21.05.2015 B3.pdf

Sichtbarkeitseinstellungen unter Erweiterte Einstellungen

Zuordnung von Klassifikationen bei Dokumenten: Dokumente

Zuordnung von Klassifikationen bei Einheiten: zeitabhängige Einstellungen

Auswertungsfunktion Vergleichswert aus Klassifikation

Verfügbarkeit und Sichtbarkeit

Verfügbar auf: Organisationseinheit

Aufgabengruppe: Einstellungen/Klassifikationssysteme

Standardrechtebausteine:

  • Einstellungen: Klassifikationen sehen
  • Einstellungen: Klassifikationen verwalten

Lizenz: unabhängig von der Edition

Hinweis: Lizenzen, die vor 2018 erworben wurden können abweichen. Die Funktion kann in diesem Fall kostenpflichtig nachlizenziert werden.