Anleitung für die Einrichtung von automatischen Datenabrufen
Inhaltsverzeichnis
- Einrichtung einer Datenquelle
- Einrichtung eines Datenabonnements
- Mögliche Fehlerquellen für unerwünschtes Verhalten
- Option "Als verarbeitet markierte Nachrichten, die älter als X Tage sind, vom Quellsystem löschen." (Datenquelle)
- Option "Auch Nachrichten, die keinem Datenabonnement zugeordnet werden können, als verarbeitet markieren." (Datenquelle)
- Zeittoleranz zu den Zeitstempeln in der Datei prüfen (Datenabonnement)
- Option: "Nur Dateien verarbeiten, deren letzter Änderungszeitpunkt..." (Datenabonnement)
- Je nach Datenquelle kann es sinnvoll sein mehrere Datenquellen einzurichten
- Daten in Lokalzeit: Zeitumstellung
- Was tun wenn...
- Weiterführende Informationen
Hier soll mit Hilfe einer Schritt-für-Schritt-Anleitung der Ablauf der Einrichtung eines automatischen Datenabrufs skizziert werden, um die Einrichtung zu vereinfachen. Zudem finden Sie hier nützliche Hinweise, mögliche Fallstricke, sowie Empfehlungen, wie in bestimmten Situationen vorzugehen ist. Nähere Informationen zu bestimmten Feldern und Beschreibungen der Masken der Aufgaben finden Sie auf den Seiten zu den entsprechenden Aufgaben. Diese sind unten häufig auch verlinkt.
Einrichtung einer Datenquelle
Der erste Schritt zur Einrichtung eines automatischen Datenimports ist die Einrichtung einer Datenquelle. In der Aufgabe Datenerfassung auf Ebene von Organisationseinheiten ist dies möglich. Angelegte Datenquellen sind, wie die meisten Funktionen, immer dem Vererbungsprinzip unterworfen – eine Datenquelle, die auf einer Ebene angelegt wird, ist immer für diese und die darunter sichtbar, nicht aber parallel. Soll also später ein oder mehrere Datenabonnements auf diese Quelle eingerichtet werden sollte beim Anlegen bedacht werden, für welche Organisationseinheit diese angelegt wird und für welche Energieliegenschaften sie dann genutzt werden soll.
Bei der Einrichtung wird empfohlen pro „physischer" Quelle (z.B. einem bestimmten FTP-Server) nur eine Datenquelle in der Software anzulegen.
Datenquellentyp
Nach der Entscheidung des „Wo" muss gefragt werden „Was": Welchen Datenquelltyp möchte ich einrichten? Welche Datenquelle liegt derzeit vor? Diese Frage ist auch für spätere Entscheidungen wichtig – manche Treiber funktionieren nur im Zusammenhang mit bestimmten Datenquellen (bspw. jene, die eine Datenbank-View erwarten).
Diese Information müssen Sie, genauso wie die weiteren Informationen im Zusammenhang mit der Datenquelle, möglicherweise von Ihrer IT oder dem Betreuer der bisherigen Felderfassung erfragen. Dazu gehört nicht nur der Typ der Datenquelle, sondern auch ein entsprechender Zugang. Beispiele hierfür sind die Serveradresse des Mailservers, sowie Benutzername und Passwort.
Hinweis*: Wichtig ist, dass nicht nur ein Zugang im Sinne eines Benutzers besteht, sondern dieser ggf. auch ausreichende Rechte hat, um Daten aus der Quelle zu lesen oder auch ggf. zu löschen. Sollten hier Probleme (z.B. bei der Verbindung mit der Quelle) auftreten, werden Sie über Logmeldungen beim ersten Datenabruf aber bereits darauf aufmerksam gemacht.*
Mögliche Datenquellentypen sind:
- FTP/SFTP
- Pop3/IMAP (E-Mail)
- SMB (Netzwerkpfad)
- ODBC (Datenbank)
- BacNET
- SOAP (Fröschl GmbH ZFA)
Hinweis: In der Beschreibung zur Aufgabe sind auch Erklärungen und Hinweise zu individuell möglichen Einstellungen, die zu jedem Datenquellentyp hinzukommen können.
Hinzu kommen noch weitere Spezialfälle, wenn die Softwareinstanz sich in einem geschützten Netzwerk befindet und nicht nach Außen kommunizieren kann, oder nur beschränkt. Diese Fragen können Sie am besten im Vorfeld schon mit Ihrer internen IT abklären.
Abruf verwalten
Neben den Informationen zur tatsächlichen Datenquelle muss nun definiert werden wie oft die Daten aus dieser Quelle abgerufen werden sollen. Diese Häufigkeit richtet sich am besten nach zwei Faktoren:
- Wie oft werden Daten auf der Quelle bereitgestellt? Wenn beispielsweise die Dateien nur einmal am Tag an das Postfach versendet werden, führt ein kürzeres Abrufintervall als "täglich" lediglich zu unnötigem Datenverkehr.
- Wie viele Daten werden importiert? Im Zusammenhang mit der ersten Frage und der Anzahl der zu importierenden Datenpunkte ergibt sich eine Menge, wie viele Daten pro Abruf importiert werden sollen. Wenn diese Menge sehr groß wird, kann es sinnvoller sein, den Abruf statt stündlich nur einmal am Tag laufen zu lassen, anstelle ihn stündlich abrufen zu lassen. Ein Datenabruf kann nämlich nur dann erfolgen, wenn der Abruf davor bereits abgeschlossen ist – d.h. sollte die Datenquelle bspw. auf stündlich abgerufen werden, in einer Stunde aber nicht vollständig fertig werden und derselbe Abruf erneut beginnen, könnte dies zu systemseitigen Problemen führen. Dabei spielt auch die Anzahl der auf einmal zu lesenden Dateien eine Rolle.
Über die Abrufhäufigkeit und die Anzahl der Nachrichten, die auf einmal verarbeitet werden kann somit der Abrufplan konfiguriert werden.
Hinweis*: Beim Pausieren bzw. Deaktivieren einer Datenquelle reicht es nicht aus, den Haken in der Option zu setzen. Beim setzen des Hakens erscheint ein Datumsfenster, dessen Datum automatisch mit dem morgigen Datum vorbelegt wird – dieses Datum muss ggf. bearbeitet werden. Eine Datenquelle ist immer nur inaktiv bis zu einem bestimmten Datum. Wird die Quelle nicht mehr benötigt, sollte sie gelöscht werden.*
Es ist möglich, dass Sie Nachrichten vom Quellsystem direkt löschen lassen. Die empfohlene Einstellung ist hier "ja", da es dabei nicht nur um das Löschen der tatsächlichen Nachrichten aus dem Quellsystem geht, sondern auch um die Markierungen, die das System intern benötigt, um die Nachrichten als "verarbeitet" zu markieren. Diese Bereinigung ist für einen reibungslosen Systemablauf notwendig. Um unerwünschtes Verhalten hierbei zu vermeiden, lesen Sie unter 3.1.
Einrichtung eines Datenabonnements
Auf eine Quelle können mehrere Datenabonnements eingerichtet werden. Mit Hilfe von Filterkriterien können unterschiedliche Datenpunkte bzw. Zähler in unterschiedlichen Datenabonnements importiert werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass sich dabei kein Mandant Zugang zu Daten verschaffen kann, die ihm nicht gehören.
Datenabonnements können sowohl auf der Organisationseinheit, als auch auf Energieliegenschaften angelegt werden.
Entscheidung über das Datenformat
Der Software muss eine Möglichkeit gegeben werden die Daten, die komplett unterschiedlich aussehen können, zu verstehen und korrekt einzulesen. Diese Möglichkeit ist in der Software die Entscheidung über das "Format der Importdaten", auch häufig "Datentreiber" genannt.
Diese Datentreiber können sich durch verschiedene Kriterien unterscheiden:
- Liegen die Daten dateibasiert vor? Wenn ja, dann steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Auswahl, z.B.: .csv, .txt, .edi, .xml. Zudem werden auch nicht dateibasierte Abrufe wie über eine Datenbank oder BacNet angeboten.
- Bei dateibasierten Daten kann schließlich noch über mehr unterschieden werden - welches Feldtrennzeichen, welchen Dezimaltrenner weisen sie auf? In welcher Spalte oder Zeile stehen Datum und Uhrzeit bzw. der Zeistempel zu den Werten? Liegen diese in Lokalzeit oder UTC vor? Sind mehrere Datenpunkte in einer Datei, oder nur eine?
- Weiterhin kann sich die Position oder Spalte unterscheiden, in welcher die Zählpunktbezeichnung, sowie der Fremdschlüssel sich befinden. Bei dateibasierten Treibern kann dieser auch bereits im Titel der Datei stehen.
Ausgehend von diesen Punkten kann definiert werden, ob es bereits einen bestehenden Datentreiber in der Software dafür gibt. Bisher gibt es über 100 dieser Treiber zur Auswahl, die neben Sonderanpassungen vor allem auch viele Standards wie bspw. MSCONS umfassen.
Bei Datenbank-Treibern muss nahezu immer eine Anpassung stattfinden, weswegen wir die Absprache mit dem Softwareanbieter empfehlen.
Bei Fragen zu den Treibern stehen Ihnen bei dateibasierten Treibern auch Beispieldateien sowie eine kurze Beschreibung dazu zur Verfügung. Zudem kann das Supportteam Ihnen gerne bei der Entscheidung weiterhelfen. Antworten zu obigen Fragen, sowie eine Beispieldatei sind dabei sehr hilfreich.
Zuordnung zur Datenquelle
Die zuvor angelegte Datenquelle (vgl. 1.) kann hier ausgewählt werden, wenn der Datentreiber und die Datenquelle zusammenpassen. Es kann nur eine Datenquelle pro Datenabonnement ausgewählt werden. Es ist allerdings möglich ein alternatives Datenabonnement mit anzugeben ("erweiterte Optionen"). Dieses kann auf eine alternative Datenquelle zugreifen. Somit kann eine Ausfallregelung erschaffen werden – sollte das aktuelle Datenabonnement ausfallen (z.B., weil Störungen am Quellserver auftreten) kann ein weiteres dieselben Datenpunkte mit Daten befüllen, um einem Datenverlust vorzubeugen. Das alternative Datenabonnement muss dabei nicht aktiv sein.
Definition der Filtereigenschaften
Je nachdem welcher Quellentyp oben ausgewählt wurde, stehen Ihnen bei der Einrichtung nun verschiedene Filtereigenschaften zur Verfügung. Während bspw. auf einem E-Mail-Postfach nach Absender, Betreff, Anhang oder Text im Mailkörper gefiltert werden kann, steht bei FTP-Quellen nur der Filter nach Dateinamen zur Verfügung, da es hier keinen Absender der Datei gibt.
Hinweis*: Es ist besonders wichtig, dass in allen Filterfeldern mindestens ein Asterisk (also das Sternchen: \*) eingetragen wird. Dieses gilt als Platzhalter für beliebig viele Zeichen. Beispiel: Fügen Sie nur ein Sternchen ein, kann der Dateiname völlig beliebig sein. Wird „\*.csv" eingegeben, so filtert das Abo zukünftig nach Dateien, die dem Dateityp csv entsprechen. Fügen Sie ein Sternchen mitten in der Bezeichnung ein, so können die Zeichen in der Mitte beliebig in Anzahl und Art variieren: „Zähler\*.csv" könnte somit eine csv Datei mit dem Namen „Zählerdaten" genauso in den Filter einschließen, wie „Zählertyp" oder „Zählerbezeichnung".*
Hinweis*: Auch .zip-Dateien können über unsere Datenabonnements importiert werden. Dafür ist der Filter wie folgt zu konfigurieren: "Anhang-Dateiname enthält: \*.zip{{\*.txt}}"*
Nur Dateien, auf die der Filter zutrifft, werden in diesem Datenabonnement verarbeitet. Je genauer der Filter, umso reibungsloser läuft der Import ab.
Neben den gerade beschriebenen Filtereigenschaften besteht die Möglichkeit innerhalb der Dateien nur bestimmten Datenpunkte zu importieren. Unter der Überschrift "Einzelne Datenpunkte aus- oder einschließen" kann eine Liste der Fremdschlüssel (also Datenpunkte) definiert werden, die entweder ein- oder ausgeschlossen werden vom Import. Das Verhalten der Liste kann entsprechend dem Bedarf definiert werden: "Ausgewählte Datenpunkte werden nicht importiert" (sog. Blacklist) oder "Nur ausgewählte Datenpunkte werden importiert" (sog. Whitelist). Hier können entweder bereits angelegte Datenpunkte mit einem Haken markiert werden oder im Freitextfeld unten hinzugefügt werden.
Diese Liste ist unter anderem dann wichtig, wenn bestimmte Daten nicht oder nicht mehr importiert werden sollen - vgl. dazu weiter unten unter 4.3 und 4.4.
Hinweis: Wird für ein Datenabonnement eine Whitelist verwendet, erfolgt das automatische Anlegen nur für jene in der Liste eingetragenen Datenpunkte.
Abruf verwalten
Bezugnehmend auf die Abrufhäufigkeit kann auf dem Datenabonnement vordefiniert werden, in welcher Häufigkeit der tatsächliche Dateneingang der Zählwerke überwacht werden soll. Hier ist die Standardbelegung zweimal die Abrufhäufigkeit. Diese kann aber auch frei gewählt werden. Sie gilt in erster Linie für alle Zählwerke. Wird an einem Zählpunkt länger als diese Datenaltergrenze kein Wert importiert, so werden Sie mit Hilfe einer Logmeldung darauf hingewiesen.
Hinweis*: Die Informationen zur Datenalterprüfung befinden sich auch auf den Stammdaten der Zählwerke. Sie werden mit den Eigenschaften, die am Datenabonnement vordefiniert werden vorbelegt, können aber auch auf jedem Zählwerk einzeln eingestellt werden, wenn ein Zähler bspw. nur jede Woche einen Wert erhält, während alle anderen verbundenen Zähler tägliche Werte erhalten.*
Da das Datenabonnement Zähler für Sie anlegt, sollten Sie bei der Einrichtung darauf achten, dass Sie auswählen, ob Sie diese Zähler als Echtzeitzählwerke oder Kombi-Zählwerke anlegen lassen wollen. Zudem muss eine Standard-Auflösung angegeben werden, in der die Zählwerke dann angelegt werden. In Abhängigkeit von dieser Auflösung ergibt sich auch die Einstellungsmöglichkeit der Toleranz. (vgl. dazu unter 3.3)
Hinweis*: Wenn Sie Echtzeitzählwerk wählen, wird dieses in der angegebenen Auflösung mit angelegt. Diese Auflösung kann nach dem Anlegen nicht mehr verändert werden. Sollten in einer Datei verschiedene Auflösungen vorliegen, wird empfohlen die Zählpunkte mit Hilfe der Filter,der Black- oder Whitelist der Anzahl der Auflösungen entsprechend aufzuteilen.*
Unter der Überschrift „Mit diesem Datenabonnement verbundene Datenpunkte" finden Sie die bereits importierten und mit dem Datenabonnement verbundenen Zähler. Diese können Sie nach dem Markieren über den Button „Datenpunkte verschieben" in Ihre bestehende Struktur unter eine Energieliegenschaft verschieben. Außerdem können die Datenpunkte, die bereits importiert wurden, hier gelöscht werden, wenn kein Bedarf besteht.
Hinweis*: Bereits verschobene Zähler und Zählwerke werden als Direktlink zum jeweiligen Element dargestellt. Noch nicht verschobene Elemente sind grau und können nicht angeklickt werden. Die Verbindung zu diesem Datenabonnement können Sie auf den Stammdaten des Zählwerks einstellen und ändern.*
Das ist der letzte Punkt bei der Einrichtung automatischer Datenabrufe – nach dem Abruf müssen die Zähler in die Struktur verschoben werden, damit sie ausgewertet, zugeordnet und weiterverwendet werden können. Alle wichtigen Einstellungen zum automatischen Import sind damit getroffen.
Wenn im Vorsystem keine Informationen über die Stammdaten von Zählern und Zählwerken vorhanden sind, müssen diese vom Anwender angepasst werden. Prüfen Sie daher für Zählwerke eingestellte Messgröße, Zählweise, Wandlerfaktor und Maximalstand, sowie für Zähler Medium und Tarif.
Die Informationen, wie das Zählwerk oder der Energiefaktor mit einem Datenabonnement verbunden sind können nicht nur auf dem Datenabonnement eingesehen werden, sondern auch auf den Stammdaten des jeweiligen Zählwerks. Unter dem Tab „Datenerfassung" finden Sie alle Informationen zu diesem: Mit welchem Datenabonnement es verlinkt ist, sowie wie der Fremdschlüssel lautet und wie die Datenalter-Prüfung eingestellt ist.
Mögliche Fehlerquellen für unerwünschtes Verhalten
Hier haben Sie die Möglichkeit einige eventuelle Fallstricke für unerwünschtes Verhalten beim Datenabruf nachzulesen und ggf. Ihre Einstellungen daran anzupassen.
Hinweis: Sie finden zu einigen der möglicherweise auftretenden Probleme auch Logmeldungen. Diese können Sie über einen entsprechenden Elementfilter nach den Datenabonnements oder Datenquellen filtern, um so die relevanten herauszufinden.
Option "Als verarbeitet markierte Nachrichten, die älter als X Tage sind, vom Quellsystem löschen." (Datenquelle)
Es gibt die Möglichkeit, dass Sie die bereits importierten Nachrichten vom Quellsystem (z.B. bereits gelesene Nachrichten aus dem E-Mail-Postfach) löschen lassen, sobald eine bestimmte Anzahl an Tagen verstrichen ist. Voraussetzung dafür ist, dass der User, den die Datenquelle zur Anmeldung benutzt, die entsprechenden Rechte auf dem Quellsystem (bspw. dem Postfach) hat. Wir empfehlen allerdings auch ein stetiges Backup der Daten zu behalten. Wahlweise verschieben Sie also automatisch die Daten in einem gewissen Turnus in einen Backup-Ordner, oder erhöhen den hier gewählten Zeitraum entsprechend auf mind. 60 oder 90 Tage, um einen eventuellen Datenverlust zu vermeiden bzw. Datenlücken oder importierte Daten später noch nachvollziehen zu können.
Option "Auch Nachrichten, die keinem Datenabonnement zugeordnet werden können, als verarbeitet markieren." (Datenquelle)
Es ist möglich, dass auch Nachrichten von einer Datenquelle als bereits verarbeitet markiert werden, die in keines der Datenabonnements passen, die mit dieser Quelle verbunden sind. Dabei ist vor allem auf die Filtereigenschaften der Datenabonnements zu achten. Sollten Sie nach dem Import feststellen, dass Daten nicht importiert wurden, die Sie erwarten, sollten Sie ggf. überprüfen, ob Sie die Filtereinstellungen anpassen müssen. Für einen Nachimport lesen Sie weiter unten (4.2).
Zeittoleranz zu den Zeitstempeln in der Datei prüfen (Datenabonnement)
Sollten trotz eines Datenimports in einigen Datenpunkten Werte fehlen, ist es möglich, dass dies an den Zeitstempeln der vorliegenden Daten liegt. Dies kann damit zusammenhängen, dass das Datenabonnement in Echtzeitzählwerke importiert und die angegebene Zeittoleranz nicht mit der Abweichung der zu importierenden Zeitstempel übereinstimmt.
Beispiel: In der zu importierenden Datei werden 15-Minuten-Werte angegeben mit den Zeitstempeln „00: 05", „00: 20", „00: 35", „00: 50", etc. Die von Ihnen angegebene Zeittoleranz ist „4.49 Minuten" (also 4 Minuten und 30 Sekunden). Damit würde jeweils die fünfte Minute nach dem erwarteten Zeitstempel (erwarteter Zeitstempel wäre:„00: 00", „00: 15", „00: 30", „00: 45") aus der tolerierten Zeitverschiebung herausfallen und würde somit beim Import ignoriert. Die Zeitstempel sollten möglichst exakt sein, ggf. muss die zeitliche Toleranz entsprechend eingestellt werden.
Vgl. Sie dazu auch die Erklärungen unter Aufgabe: Datenabonnements
Option: "Nur Dateien verarbeiten, deren letzter Änderungszeitpunkt..." (Datenabonnement)
Möglicherweise erwarten Sie andere Daten in Ihren verknüpften Zählpunkten, sie sind zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschnitten. Dies könnte am eingestellten Vergleichszeitpunkt liegen. Je nachdem, ob hier eingestellt ist "vor" oder "nach" einem Vergleichszeitpunkt, wird zu einem bestimmten Datum der Import erst begonnen bzw. beendet. Dies kann vor allem auch bei einem Daten-Nachimport wichtig sein (vgl. dazu unter 4.2).
Je nach Datenquelle kann es sinnvoll sein mehrere Datenquellen einzurichten
Wie oben bereits beschrieben, ist es in erster Linie von uns empfohlen, pro Quellsystem nur eine Datenquelle anzulegen. Es gibt Umstände, die eine Einrichtung mehrerer Datenquellen auf die gleiche physische Quelle rechtfertigen. Hier ist jedoch besondere Vorsicht geboten. (bspw. könnten andere Quellen bereits nach 30 Tagen die Nachrichten löschen!)
Daten in Lokalzeit: Zeitumstellung
- Zeitumstellung im März führt zu einer Lücke in den Daten
- Zeitumstellung im Oktober führt dazu, dass Daten der zweiten Stunde die Daten der ersten Stunde überschreiben.
Was tun wenn...
unerwartete Probleme beim Import auftreten
Sollte unerwünschtes Verhalten beim Import auftreten können Sie zunächst in den Logmeldungen der Organisationseinheit, auf der die Datenquelle angelegt ist, nachforschen, woran es liegen könnte. Dazu können Sie die Log-Meldungen nach dem Elementtyp "Datenquelle" oder "Datenabonnement" filtern und werden somit vielleicht bereits fündig. Neben den Problemen der Zugangsberechtigung oder Problemen bei der Verbindung mit dem Quellsystem (hier kontaktieren Sie bevorzugt zunächst Ihre IT und schildern das Problem), können Sie zudem auf Fälle stoßen, die unter 3. beschrieben wurden.
Gerne steht Ihnen natürlich auch unser Support bei der Erläuterung von Log-Meldung beratend zur Seite.
Erst-Einrichtung und Struktureinrichtung
Es kann einen schnelleren Weg darstellen, die Datenpunkte (also Zähler und Zählwerke) direkt von einem Datenabonnement anlegen zu lassen und diese dann Schritt für Schritt in die bestehende Elementstruktur (unter eine Energieliegenschaft) zu verschieben.
Hinweis: Zur Erklärung der Verschiebung von Datenpunkten können Sie gerne auch unter Aufgabe: Datenabonnement nachlesen.
Auch, wenn in den bestehenden Ablauf neue Zählpunkte vom Datenabonnement erkannt werden, werden diese angelegt.
Wie die Zähler angelegt werden kann vom im Treiber hinterlegten "Mapping" abhängen. Wenn ein Treiber ein Mapping hinterlegt hat, dann wird in Abhängigkeit von Informationen in der Datei die bereits getroffenen Einstellungen auf dem Zählwerk beeinflusst.
Beispiel: Seht in der Datei, dass der Zählpunkt kW misst, so kann das Datenabonnement mit Hilfe des Treiber entscheiden, dass es beim ersten Anlegen des Zählwerks direkt die Messgröße Wirkleistung hinterlegt, sowie festlegt, dass es ein Zählwerk mit der Laufrichtung: non-kumulativ ist.
Datenlücken schließen, Nachimport
Sollte aus bestimmten Gründen eine Datenlücke entstanden sein - da bspw. Dateien beim Import (z.B. aufgrund von Filter-Eigenschaften) nicht beachtet wurden, so müssen diese Daten nachimportiert bzw. neu importiert werden. Um dies zu tun empfehlen wir folgendes Vorgehen:
- Passen Sie ggf. Einstellungen wie bspw. Filtereinstellungen auf dem Datenabonnement an.
- Stellen Sie sicher, dass die zu importierenden Daten oder Dateien sich noch im Quellsystem befinden.
- Kontrollieren Sie den Vergleichszeitpunkt, den Sie auf dem Datenabonnement eingestellt haben.
- Setzen Sie die bereits als "gelesen und verarbeitet" markierten Daten auf der Datenquelle zurück, indem Sie auf "Daten erneut verarbeiten" klicken.
Hinweis*: Setzen Sie nur dann alle vorhandenen Daten zurück, wenn dies wirklich notwendig ist, da sonst der Import ggf. sehr lange dauern kann. Werden gelesene Daten zurückgesetzt, die sich nicht mehr im Quellsystem befinden, hat dies keine Auswirkung.*
Sie können anschließend den Datenabruf manuell starten, indem Sie beim Datenabonnement auf "Speichern und jetzt abrufen" klicken. Auch beim nächsten automatischen Abruf werden die Daten wie gewohnt nachimportiert.
Neueinrichtung eines Abos zu bestehenden Zählwerken, bzw. Trennung von einem Abonnement zu 2
Aus verschiedenen Gründen kann es notwendig sein, dass ein Datenabonnement zu einem späteren Zeitpunkt in 2 aufgeteilt werden muss. Oder ein Datenabonnement zu bereits bestehenden Zählwerken eingerichtet wird. In beiden Fällen müssen folgende Schritte kontrolliert, bzw. durchgeführt werden:
- Die automatisch importierten Zählwerke sind entweder bereits mit einem Datenabonnement verbunden oder eben noch keinem Datenabo zugeordnet und sollen einem neuen zugeordnet werden. Dies erfolgt über die Stammdaten des Zählwerks - unter dem Tab "Datenerfassung".
- Aktivieren Sie ggf. die Option "automatischer Datenimport" - falls nicht bereits geschehen.
- Wählen Sie das neu angelegte Datenabonnement aus.
- Tragen Sie (falls noch nicht vorbelegt durch das alte Datenabonnement) den Abo-Fremdschlüssel ein, der die Zuordnung beim Import ermöglicht.
- *optional: * Denken Sie ggf. daran, dass Sie die Datenpunkte wie unter 4.5 beschrieben aus dem anderen Datenabo entfernen und nicht mehr importieren.
Diese Einrichtung muss für jeden betroffenen Zählpunkt erfolgen. Wird dies nicht vor dem ersten Abruf des neuen Datenabonnements vorgenommen, legt dieses neue Datenpunkte an, da die Verknüpfung vom System nicht hergestellt werden kann.
Entfernen unerwünschter Datenpunkte
Sollten bereits vom Datenabonnement Datenpunkte angelegt worden sein und Sie stellen fest, dass in den Dateien auch Zählpunkte enthalten sind, die Sie nicht im System hinterlegen wollen (oder bspw. mit einem anderen Datenabo abrufen), dann können Sie diese in Zukunft vom Import ausschließen. Dafür befolgen Sie bitte die folgenden 2 Schritte:
- Suchen Sie den Zählpunkt aus der Liste im Reiter "Datenpunkte" auf dem Datenabonnement heraus. Kopieren oder merken Sie sich den zugehörigen Fremdschlüssel.
- Wählen Sie den Fremdschlüssel im Reiter "Filter" unter "Datenpunktfilter" aus. Achten Sie dabei darauf, wie die Liste derzeit eingestellt ist, "Ausgewählte Datenpunkte NICHT importieren" oder "Nur ausgewählte Datenpunkte importieren". Wählen Sie ihn respektive aus oder ab.
- Löschen Sie den bereits angelegten Datenpunkt unter dem Datenabonnement aus der Liste im Reiter "Datenpunkte".
Einstellung zum Datenalter (Vermeidung von Logmeldungen)
Sie erhalten unerwünschte Log-Meldungen bei Datenpuntken /Zählwerken, welche regelmäßig in größeren Zeitabständen Daten erhalten. Diese "Die Daten des Zählwerks sind stark veraltet." - Log-Meldungen werden erzeugt, wenn das sog. Datenalter überschritten ist. Dieses entspricht in der Standard-Einstellung dem doppelten Abrufzeitraum. Die Einstellung kann sowohl auf dem Datenabonnement für alle Zählwerke gleich beeinflusst werden, als auch auf jedem Zählwerk in den Stammdaten angepasst werden, um nur bestimmte Datenpunkte damit zu beeinflussen.
Weiterführende Informationen
Denken Sie daran, dass die Erläuterungen zu dein einzelnen Aufgaben auch oft Hinweise zum Systemverhalten so wie Erklärungen zu den einzelnen Optionen bereit halten. Lesen Sie diese bei Fragen auch aufmerksam durch.
Gerne können Sie sich bei noch offen gebliebenen Fragen auch an unser Support-Team wenden.