Wetterstation


Inhaltsverzeichnis


Unter Wetterstationen werden Wetterdaten in Form von Zählwerken bereitgestellt. Für die einzelnen Wetterstationen werden langjährige Temperatur-Messreihen, mit in der Regel tagesgenauer Auflösung, generell automatisch importiert.

Die Daten einer Wetterstation sind die Grundlage für die Witterungsbereinigung bei Berichten, Auswertungen und Alarmierungen für die Energieliegenschaft, ihre Gebäudeteile und ihre Zähler. Daher muss jeder Energieliegenschaft eine Wetterstation im Tab Berechnung in den Stammdaten zugeordnet werden.

Informationen über die Außentemperaturen gehen auf zwei Wegen in die Berechnungen der Energieliegenschaften ein:

  • Wenn ein Zählwerk einen "Witterungseinfluss" ungleich 0 hat, kann der Verbrauch zwischen zwei Ablesungen nicht nur zeitanteilig, sondern auch (je nach Höhe des angegeben Einflusses) gemäß den Heizgradtagen der einzelnen Tage zwischen den Ablesungen verteilt werden.
  • Bei Auswertungen können die Werte "witterungsbereinigt" dargestellt werden.

Hinsichtlich der Nutzbarkeit unterscheidet die Software zwischen zwei Formen:

  • Übergeordnete Wetterstationen
  • Eigene Wetterstationen

Als "übergeordnete Wetterstationen" werden auf der obersten Organisationseinheit allgemein nutzbare Messreihen bereitgestellt. "Eigene Wetterstationen" können auf jeder Organisationseinheit angelegt werden. In den Energieliegenschaften (und auf Objektebene) sind alle in der jeweiligen Organisationseinheit und in höheren Ebenen definierten Wetterstationen nutzbar.

Weiterhin werden zwischen Klimadatenzählwerken und verlinkten Zählwerken in Wetterstationen unterschieden.

Klimadatenzählwerk

Unterhalb einer Wetterstation werden Klimadatenzählwerke angelegt, die mit Daten aus dem vom Softwarehersteller Klimadatenserver befüllt werden (Klimadatenzählwerk, Fall 1), welcher regelmäßig Daten von externen Datenquellen, primär vom frei zugänglichen FTP-Server des Deutschen Wetterdiensts (DWD), abruft.

Eigene Wetterstation

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit in der Struktur vorhandene Außentemperaturzählwerke (i.d.R. Energiefaktoren) in die Wetterstation als Klimadatenzählwerk zu verlinken (Klimadatenzählwerk, Fall 2). Diese ermöglichen die Einbindung von Außentemperaturmessungen, die im Hause des Anwenders selbst (bzw. durch Beauftragte) durchgeführt werden. Diese Energiefaktoren können aus unterschiedlichen Einheiten oder Liegenschaften zugeordnet sein, die sich aber entweder in der Organisationseinheit der Wetterstation oder in einer dazu in beliebiger Hierarchieebene untergeordneten Organisationseinheit befinden müssen. Als Messgröße dieser Energiefaktoren muss zwingend: "Temperatur, Außen (°C)" verwendet werden. Außerdem sind im jeweiligen Zählwerk die Einstellungen "non-kumulativ" und "positiv oder negativ" notwendig.

*Beispiel: * Es können über den Datenquellentyp "MeteoSchweiz Open Data (REST)" Tagesmitteltemperaturen für Wetterstationen in der Schweiz von der MeteoSchweiz Open Data Plattform abgerufen werden. Die angelegten Zählwerke können in eine Wetterstation verlinkt werden.

Einstellbarkeit und Hierarchie mehrerer Zählwerke

Einer Wetterstation können mehrere Klimadatenzählwerke zugeordnet werden. Jedem Zählwerk wird eine Priorität zugeordnet, die angibt wie stark der Einfluss dieses Klimadatenzählwerks auf die Berechnung der aktuellen Außentemperaturen einer Wetterstation ist. Für eine Wetterstation wird der aktuelle Temperaturwert an Hand der Temperatur des Zählwerks mit höchster Priorität bestimmt. Je niedriger der Zahlwert, desto höher die Priorität. Auch negative Zahlwerte sind erlaubt. Liegen mehrere Zählwerke gleicher Priorität vor, so wird der Mittelwert aus den Temperaturen dieser Zählwerke bestimmt. Kann für die höchste Priorität keine Temperatur bestimmt werden, so wird die Temperatur an Hand des Zählwerks oder der Zählwerke mit der nächsthöheren Priorität bestimmt. Somit lassen sich Ersatztemperaturen bilden, damit sichergestellt werden kann, das Temperaturdaten immer zeitnah vorliegen.

Wichtiger Hinweis: Aktuell kann die Software nur ein Klimadatenzählwerk beachten. Es ist somit darauf zu achten, dass genau ein Zählwerk die höchste Priorität innerhalb der Wetterstation erhält. Die aktuellen Außentemperaturen der Wetterstation werden über dieses Zählwerk bestimmt. Ersatztemperaturen aus niedriger priorisierten Zählwerken werden nicht übernommen. Die Mittelwertbildung für Zählwerke gleicher Priorität funktioniert noch nicht korrekt.

Das für die Witterungsbereinigung benötigte langjährige Mittel langjaehrigeMittel.html der Temperaturdaten kann für eine Wetterstation unabhängig von den aktuellen Temperaturdaten definiert werden.

Weiterführende Informationen

Aufgabe: Struktur/Wetterstationen

Siehe auch Klimadatenserver

Siehe auch Witterungsbereinigung und Witterungsverteilung

Siehe auch Klimadatenzählwerke

Aufgabe: Datenerfassung/Import

Aufgabe: Einstellungen/Langjähriges Mittel langjaehrigeMittel.html

Zugehörige Aufgaben

Struktur / Wetterstationen

Einstellungen / Stammdaten

Einstellungen / Langjährige Mittel

Analyse / Aktuelle Werte

Analyse / Langjährige Mittel